Als Golfprofi und Lehrer kann ich aus einem großen Erfahrungsschatz zurück greifen, den ich gern an Euch weitergeben möchte. Golfen ist eine elegante und anspruchsvolle Sportart, bei der das Zusammenspiel von Körper und Geist enorm wichtig ist. Ein guter Putt, also ein Golfschlag bei dem der Ball nicht fliegt, sondern rollt, ist ein Paradebeispiel dafür. Ich werde Euch hier an die Grundlagen des Puttens heranführen.

Einer der vielen Golfschläger ist der Putter, der in unterschiedlichsten Formen und Ausführungen erhältlich ist. Mit einem solchen Putter wird der Ball auf dem Grün, also einem offenen Gelände, welches zum Golfen genutzt wird wie oben bereits genannt nicht in eine Flug, sondern eine Rollbahn geschlagen. Um dies zu erreichen muss ein bestimmtes Bewegungsschema angewandt werden. Die dafür benötigte Puttbewegung ist eine Pendelbewegung, bei der es wie bei einer Standuhr nur einen Rotationspunkt gibt. Dieser Rotationspunkt liegt in der Nähe der Halswirbel und gilt auf Grund der Empfindlichkeit dieser Region besonders stabil zu halten. Das erreicht Ihr, in dem Ihr den Kopf und Unterkörper beim Putten unbewegt lasst. Die Kraft erzielt Ihr lediglich aus Schultern und Armen, welche sich als Einheit vor und zurück bewegen. Neben der richtigen Bewegung, hier spreche ich aus Erfahrung, ist auch die Körperhaltung enorm wichtig, da Euch diese das Spiel deutlich erleichtert. Achtet darauf, dass beim Putt die Füße und Schultern zum Ziel zeigen – bedenkt immer: Beim Putten sind – wie überall beim Golfen – die Schultern der entscheidende Faktor. Nach den Schultern richtet sich auch die Bewegung Eurer Hände – sie schwingen immer in die Richtung, in die die Schultern zeigen. Würde man jemanden beim Putt von der Seite betrachten, könnte man sehen, dass die Hände bei der richtigen Haltung genau unterhalb der Schultern platziert sind – es ist hilfreich, die richtige Linie von Hand und Schulter unter Aufsicht beim Golfen oder vor dem Spiegel zu üben. Ist die Handhaltung nicht korrekt bewegen sich die Hände und damit auch der Putterkopf in einer Kreisbahn und nicht wie beim Putten gewünscht linear. Die Augen befinden sich beim Putt genau senkrecht über dem Ball, was einem ein möglichst präzises Zielen ermöglicht. Dieses ist beim Golfen unerlässlich.

Ich möchte Euch aber auch noch einige Ratschläge zur Bewegung beim Putt mitgeben. Analog zu den Armen bewegt sich beim Golfen der Putterkopf geradlinig zurück, diese Linie wird auch beim Schlag beibehalten. Um dies zu verdeutlichen solltet Ihr Euch beim Putt vor Augen halten, dass der Putterkopf sich in Eurer Vorstellung geradlinig durch den Ball bewegen sollte. Das Ziel ist es, den Ball mit der Mitte des Putterkopfes, beim Golfen wird dieser “Sweet Spot” genannt, zu treffen. Dabei sollte das Schlägerblatt im Treffmoment in Richtung Ziel zeigen. Neben einem Bewusstsein für die Körperhaltung solltet Ihr beim Putt auch die Schlaggeschwindigkeit dosieren können. Hilfreich ist es auch, wenn man diese ebenfalls einschätzen kann, um damit den Einfluss dessen auf den Putt zu regulieren.

Sicherlich ist es nicht einfach, sich das doch recht komplexe Bewegungsmuster beim Putten allein durch einen Text zu erlernen oder vorzustellen. Aus diesem Grund habe ich Euch ein Video zur Verfügung gestellt, welches Euch dabei helfen kann und wird, die richtige Technik zu erlernen. Schau dir das Video gleich hier an:


Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen, Fragen und Kommentare.

Viel Spaß beim Üben!

Euer,

Timo Lehnert